Grußwort zum 50. Jahrestag der Unterzeichnung der „Römischen Verträge“
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Berlin, im März 2007
Am 1. Januar 2007 hat Deutschland für sechs Monate die Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union übernommen. In dieser Zeit ist Deutschland „Gesicht und Stimme“ der Europäischen Union. Die Bundesregierung ist sich der damit verbundenen Herausforderungen und Chancen sehr bewusst. Darum setzen wir uns dafür ein, in wichtigen Bereichen etwa der Energiepolitik und des Klimaschutzes Fortschritte zu erzielen sowie im Verfassungsprozess weiter voranzukommen.
Wir Deutschen verdanken der europäischen Einigung sehr viel. Deshalb freuen wir uns besonders, dass der 50. Geburtstag der „Römischen Verträge“ in die Zeit unserer EU-Ratspräsidentschaft fällt. Denn mit ihrer Unterzeichnung vor 50 Jahren blieb die europäische Einigungsidee keine Vision mehr, sondern nahm konkrete Formen an. Was mit sechs Gründerstaaten begann, umfasst heute als Europäische Union 27 Länder. Diese einzigartige Erfolgsgeschichte feiern wir am 25. März 2007 mit vielen in- und ausländischen Gästen und vor allem mit den Bürgerinnen und Bürgern in Berlin – in einer Stadt, die wie kaum eine andere die Wiedervereinigung Europas nach dem Ende des Kalten Krieges symbolisiert.
Wir wollen an diesem besonderen Jahrestag die grundlegenden Werte und künftigen Ziele der Europäischen Union in einer Berliner Erklärung niederlegen. Die Europäische Union steht für die Wahrung der Würde des Menschen, für Frieden und Freiheit, für Toleranz und Solidarität ebenso wie für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Diese Werte einen uns. Sie bilden eine feste Grundlage für unser gemeinsames Handeln, um Europa für die Bewältigung auch neuer Herausforderungen fit zu machen. So wollen wir Europäerinnen und Europäer mit vereinten Kräften unserer Verantwortung in einer immer „kleiner“ werdenden Welt gerecht werden.
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Foto aus der Ausstellung "50 Jahre Römische Verträge" im Bundeskanzleramt