Die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) startet 2009

Solarenergie Bild vergrößern Mit Solarenergie betriebenes Haus in Bayern (© Auswärtiges Amt)

Globale Herausforderungen lassen sich nicht im Alleingang lösen: Energiesicherheit, Umweltschutz und Armutsbekämpfung können nur gemeinsam auf internationaler Ebene bewältigt werden. Erneuerbare Energien spielen dabei eine Schlüsselrolle, ihr vermehrter Einsatz ist angesichts des Klimawandels und im Hinblick auf begrenzte konventionelle Ressourcen ein Muss. Mit ihrer Initiative zur Gründung einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, den  weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen.

 

Bislang mangelt es an einer internationalen Organisation, deren Hauptziel es ist, Industrie- und Entwicklungsländer beim Ausbau von erneuerbarer Energie konkret und umfassend zu beraten und zu unterstützen. Genau hier setzt IRENA an: Eine ihrer Hauptaufgaben wird es sein, ihre Mitglieder bei dem Auf- und Ausbau von politischen Rahmenbedingungen zu begleiten, mit denen erneuerbare Energien gefördert werden können.

 

Aufbauend auf die erfolgreiche Vorbereitungskonferenz im April und die Workshops am 30. Juni und 1. Juli dieses Jahres in Berlin, lud die spanische Regierung zu einer abschließenden Vorbereitungskonferenz für IRENA am 23. und 24. Oktober nach Madrid ein. Dort einigten sich rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 51 Staaten auf die Statuten (Text des Übereinkommens) und die Finanzierungsmodalitäten von IRENA. Darüber hinaus verständigte man sich auf die Einrichtung einer Preparatory Commission als rechtliche Basis für den frühen Start der Agentur in der Phase zwischen Zeichnung und Inkrafttreten sowie auf die Kriterien und Verfahren zur Auswahl des interim Sitzes und des/der interim Generaldirektor/in. Damit ist der Weg frei für die Gründung. Das große Interesse insbesondere der Schwellen- und Entwicklungsländer zeigt, welche Bedeutung dem Ausbau der erneuerbaren Energien für eine nachhaltige Energieversorgung weltweit zukommt. Windräder einer Windkraftanlage sind bei Bornstedt in der Nähe von Magdeburg... Bild vergrößern Windräder einer Windkraftanlage sind bei Bornstedt in der Nähe von Magdeburg... (© picture-alliance/ ZB)

 

Das Ziel ist nun greifbar nah: Die Statuten werden am 26. Januar 2009 auf der Gründungskonferenz in Bonn von den teilnehmenden Staaten unterzeichnet und IRENA damit gegründet werden. Bereits am darauf folgenden Tag, am 27. Januar, findet das erste Treffen der Preparatory Commission in Bonn statt. IRENA wird somit schon in ihrer Anfangsphase unverzüglich mit ihrer Arbeit beginnen und erste Projekte umsetzen können. Mitte 2009 werden der vorläufige Sitz sowie der vorläufige Generaldirektor bestimmt und die Organisation in der Folge sukzessive aufgebaut.

Das vorrangige Ziel von IRENA ist es, die umfassende und nachhaltige Nutzung erneuerbarer Energien weltweit zu beschleunigen. Dieser umfassende Anspruch schlägt sich in einer Reihe konkreter Aktivitäten nieder. Hierzu gehören:

• Die Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien durch gezielte politische Beratung;

• Den Ausbau des Technologie- und Wissenstransfers im Bereich der erneuerbaren Energien zu fördern;

• Die Unterstützung beim Kompetenzaufbau (capacity building) im Bereich erneuerbarer Energien.

Darüber hinaus wird die Agentur die Mitgliedsstaaten zu Finanzierungsmöglichkeiten beraten, unterstützende Öffentlichkeitsarbeit leisten und die angewandte Politikforschung verstärken. Angestrebt wird eine möglichst breit gestreute Mitgliederstruktur, wobei Industrie- und Entwicklungsländer gleichermaßen vertreten sein sollen. IRENA wird außerdem eng mit bestehenden Netzwerken und Organisationen zusammenarbeiten.

 

Windräder des Windparkes Küstrow Bild vergrößern Windräder des Windparkes Küstrow (© picture-alliance/ ZB)

Informationen des Auswärtigen Amts zu IRENA:

IRENA - Logo

Auf der folgenden Webseite stehen weitere Informationen über die Initiative der Bundesregierung zur Gründung von IRENA zur Verfügung:

IRENA