18. Welt-AIDS-Konferenz in Wien
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Parlamentarische Staatssekretärin im BMG Frau Widmann-Mauz, MdB
(© BMG)
Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit
Grußwort zur Eröffnung des deutschen Pavillions
anlässlich der XVIII. Welt-AIDS-Konferenz,
am 18. Juli 2010, in Wien
Anrede | Sehr geehrte Damen und Herren, |
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Ich freue mich sehr, Sie heute zur Eröffnung des deutschen Pavillions auf der 18. Welt-AIDS-Konferenz zu begrüßen. Die Welt-AIDS-Konferenzen haben in den letzten Jahren meist sehr große öffentliche Aufmerksamkeit erzielt. Dies ist auch weiterhin notwendig. Auch wenn die HIV-Neuinfektionsraten weltweit in den letzten Jahren von 3 Millionen auf 2,7 Millionen zurückgegangen sind, steigen sie leider in einzelnen osteuropäischen Nachbarländern fast unverändert an. Funktionsfähige Gesundheitsversorgungssysteme und verurteilungsfreie, sachliche und umfassende Aufklärung und Information der Bevölkerung zu HIV und AIDS sind Voraussetzung dafür, HIV/AIDS wirksam verhindern zu können. Solidarität statt Ausgrenzung und Stigmatisierung von AIDS-Kranken ist gefordert. Deshalb begrüße ich, dass die internationalen Organisationen wie UNAIDS und die IAS das Thema Menschenrechte im Zusammenhang mit HIV und AIDS ganz oben auf die Agenda gesetzt haben. Die Bedeutung dieses Themas findet sich auch in unserem Standprogramm wieder. Deutschland engagiert sich bereits seit vielen Jahren im Rahmen von bilateralen Partnerschaften in Osteuropa und Zentralasien. Dieses Engegament wird -wie auch bei Gestaltung unseres Pavillionprogrammes - durch viele verschiedene Partner getragen. Durch Ihr gemeinsames Engagement und Ihr gemeinsames Handeln werden vor Ort Veränderungen vorangebracht, tragfähige Partnerschaften aufgebaut und Erfahrungen weitergegeben. In fast allen Weltregionen gehören Menschen mit erhöhtem HIV-Infektionsrisiko zu den stigmatisierten und ausgegrenzten Bevölkerungsgruppen. Die Erfahrungen der über Jahre erfolgreichen HIV/AIDS-Bekämpfung in Deutschland zeigen, dass eine Public-Health Strategie zur HIV-Prävention nur gekoppelt mit strukturellen Veränderungen erfolgreich sein kann. So wurden beispielsweise frühzeitig die Voraussetzungen für umfassende Substitutionsprogramme und niedrigschwellige Angebote für Drogenabhängige geschaffen. Eine Herangehensweise unter Einbeziehung sämtlicher gesellschaftlichen Kräfte, insbesondere der Menschen mit HIV und AIDS, verbunden mit der wissenschaftlichen Evaluierung der Maßnahmen, ist einer der Schlüssel zu unserem Erfolg. Diesen erfolgreichen Ansatz werden Sie hier auf der Welt-AIDS-Konferenz in den unterschiedlichen Veranstaltungen vertreten und damit wichtige Zeichen setzen. Die Bundesregierung unterstützt die HIV/AIDS- Bekämpfung weiterhin in einem erheblichen Umfang. Für die globale Bekämpfung von HIV, Malaria und Tuberkulose sowie die dafür notwendige Stärkung der Gesundheitssysteme stellt die Bundesregierung seit 2008 rund 500 Mio. Euro jährlich zur Verfügung. Mit 20 Millionen Euro unterstützen wir gezielt bilaterale Vorhaben in Osteuropa und Zentralasien. Für die nationale HIV-Prävention stellen wir 13,2 Millionen Euro zur Verfügung und mit über 22 Millionen Euro werden derzeit Forschungsvorhaben der Grundlagenforschung, klinische Studien, das Kompetenznetz HIV/AIDS sowie sozialwissenschaftliche Studien unterstützt. Die Ergebnisse dieser Förderungen werden in den zahlreichen Vorträgen, Posterpräsentationen, Satellitenveranstaltungen und Workshops sichtbar. In Mexiko haben über 5000 Personen den gemeinsamen deutschen Stand besucht. Ich wünsche Ihnen für dieses Jahr viele interessierte Besucherinnen und Besucher sowie eine erfolgreiche Präsentation deutscher Ideen und Initiativen in den verschiedenen Konferenzbereichen. Vielen Dank! | |
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Parlamentarische Staatssekretärin im BMG Frau Widmann-Mauz, MdB
(© BMG)