Deutschland ist fest verankert in den Vereinten Nationen. Die Eröffnung des neuen
Konferenzzentrums am VN Standort Bonn in ihrem 70. Jubiläumsjahr unterstreicht
die Bedeutung der Vereinten Nationen für die Bundesregierung.
O-Ton Ban Ki-moon, UN-Generalsekretär
«Die Vereinten Nationen in Bonn blühen seit Jahren auf. Rund 1000 Mitarbeiter sind
jetzt hier, 18 ansässige UN-Organisationen kümmern sich um ein riesiges Spektrum
in den Vereinten Nationen.»
Deutschland ist seit mehr als 40 Jahren Mitglied der Vereinten Nationen. Aber
Bundesaußenminister Steinmeier betont die besondere, historische Verantwortung
des Landes, auch 70 Jahre nach Ende des Krieges.
O-Ton Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundesaußenminister
«Damals nach dem Krieg gab es in dieser neuen Ordnung der Weltgemeinschaft
zunächst keinen Platz für Deutschland. Deutschland war nicht Teil sondern Objekt
dieser Ordnung. Doch über die vergangenen Jahrzehnte ist es unserem Land
vergönnt gewesen, behutsam und schrittweise wieder hineinzuwachsen ins Herz
dieser internationalen Gemeinschaft. Für eben diese Verantwortung steht symbolisch
der VN-Standort Bonn, den wir heute stärken und ausbauen wollen, meine Damen
und Herren. »
Am Standort Bonn geht es vor allem um die Umwelt und den Klimaschutz.
Deutschland unterstützt die Ansiedlung verschiedenster Organisationen auf diesem
Feld aktiv und schafft damit einen Wissensstandort.
O-Ton Richard Dictus, UNV-Exekutivkoordinator und Veranwtortlicher für den
Standort Deutschland
«Wir in der UNO sagen, dass das hier eine Möglichkeit für Partnerschaften für
Zusammenarbeit gibt, die es nirgendwo anders auf der Welt gibt.»
Die Themen sind nicht immer neu, aber die Herausforderungen ändern sich und so
ändern sich die Vereinten Nationen. Es ist wichtig, die Menschen und vor allem die
Jugend mitzunehmen bei dieser Entwicklung.
Deshalb gibt es seit 2005 in Deutschland jährlich zwei Jugenddelegierte, wie Carina
Lange und Alexander Kauschanski, die den Gesprächesfaden immer weiterknüpfen.
O-Ton Alexander Kauschanski, UN-Jugenddelegierter
«Als UN-Jugenddelegierte vertreten wir die Stimmen Jugendlicher bei den Vereinten
Nationen. Wir sind in der Generalversammlung und im sozialen
Entwicklungsausschuss und verhandeln da für die Jugendlichen mit.»
O-Ton Carina Lange, Jugenddelegierte
«Im Moment gibt es so wahnsinnig viele Aufgaben. Wenn man sich weltweit anguckt,
was es für Krisen und Konflikte gibt, da merkt man, dass die UN grad wichtiger denn
je sind. Und das auch noch nach 70 Jahren.»
O-Ton Alexander Kauschanski, UN-Jugenddelegierter
«Dazu gehört der Klimawandel, dazu gehört auch die Jugendarbeitslosigkeit oder die
Flüchtlingsthematik und da wollen wir eine Jugendstimme mit hineinbringen.»
Die Vereinten Nationen gibt es inzwischen seit 70 Jahren - Deutschland ist seit mehr
als 40 Mitglied der UN und der Standort Bonn seit fast 20 Jahren ein Aushängeschild
für die gemeinsam Arbeit an globalen Herausforderungen.